Physikalische Eigenschaften
Bei Holz sind die meisten Eigenschaften, wie die Belastungsfestigkeit, die Zugfestigkeit und die Scherfestigkeit, am stärksten parallel zu den Fasern ausgeprägt.

© Jean WimmerlinAuch der Feuchtigkeitsgehalt spielt bei Holz in Bezug auf seine Eigenschaften eine wichtige Rolle. Mit dem Feuchtigkeitsgehalt ändert sich gleichzeitig das Volumen des Holzes bis zum Fasersättigungspunkt. Der Fasersättigungsbereich liegt bei ca. 30%, danach bleibt das Volumen konstant. Die Volumenänderung bewirkt in tangentialer und radialer Richtung Verformungen und Risse im Holz. In Faserrichtung spielt die Volumenänderung keine ganz so große Rolle. Am begehrtesten sind die Hölzer, die sich in beide Richtungen gleich stark ändern. Diese Eigenschaft sind vor allem bei Mahagoniholz zu finden. Durch eine Hochtemperaturbehandlung bei der das Holz bis zu 250°C erhitzt wird, wird die Feuchtigkeitsaufnahmefähigkeit verringert. Dadurch „arbeitet“ das Holz fast nicht mehr und zeigt verbesserte Verschleißeigenschaften.

Entflammbarkeit des Holzes
Bei der Entflammbarkeit kommt es wiederum auf die Rohdichte (Verhältnis von Masse zu Volumen) des Holzes an. Je niedriger diese ist, desto höher ist die Entflammbarkeit. Ein Holz mit einer niedrigen Rohdichte wird auch als Brennstoff verwendet. Eine schlechte Entflammbarkeit macht man sich wiederum für Baustoffe zum Nutzen. Die Entflammbarkeit des Holzes ist durch eine chemische Behandlung der Oberfläche beeinflussbar. Als schwer entflammbar gelten Hölzer wie Ebenholz, Buchs und Lärche. Zu den leicht entflammbaren Hölzern zählen Kiefer, Tanne, Weide und Erle.Trockenes Holz leitet Wärme und Elektrizität eher schlecht. Im Vergleich zu anderen Materialien besitzt Holz eine niedrige Wärmeleitzahl und wird daher auch zur Wärmedämmung eingesetzt.

© Patrick Fore

Mechanische Eigenschaften
Die mechanischen Eigenschaften sind von der Faserrichtung abhängig. In Richtung des Faserverlaufs zeigt Holz eine höhere Festigkeit auf, als in Querrichtung. Zudem ist die Festigkeit auch von dem Feuchtigkeitsgehalt abhängig, daher wird der Festigkeitswert immer in Bezug zur Feuchtigkeit angegebenEinige Hölzer weisen eine hohe Biegsamkeit auf. Diese Eigenschaft wird bei der Herstellung von Gegenständen genutzt, welche eine freie Formgebung oder Krümmungen haben. Da das Holz nach Beendigung der Krafteinflüsse wieder in seine ursprüngliche Form zurück springt, muss man die Form konservieren. Durch das Erweichen der Zellwände durch Dampfeinfluss kann die Biegearbeit vereinfacht werden.Die Härte des Holzes sagt auch etwas über die Widerstandsfähigkeit bezüglich dem Eindringen von Schmutzpartikeln aus. Ein Parkettboden der sehr grobporig ist, zeigt schnell Verschmutzungen auf. Die Härte ist vom Feuchtigkeitsgehalt, der Rohdichte und der Faserrichtung abhängig und sinkt mit zunehmender Feuchtigkeit.